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SPD Hallbergmoos-Goldach

21.07.2017 in Veranstaltungen von SPD Kreisverband Freising

Podiumsdiskussion: Digitalisierung – Jobkiller oder Heilsbringer?

 
In der Woche der Zukunft diskutierte Andreas Mehltretter z. B. über Digitalisierung

„Durch die Digitalisierung fallen einfache Jobs weg“, so heißt es oft, „die übrigen Beschäftigten dürfen sich aber über attraktivere Stellen mit größeren Handlungsspielräumen freuen“. Doch es könnte auch ganz anders kommen.

Vier Experten hatte Andreas Mehltretter am Mittwoch, den 19. Juli,  im Hofbrauhauskeller versammelt. Aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln betrachteten Helmut Priller (Stellvertretender Kreishandwerksmeister, Freising), Hans Sterr (ver.di, Abteilung Grundsatzfragen), Dr. Holger Wittges (Zentrum Digitalisierung Bayern, Garching) und Stefan Sauer (Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung, München) die Frage, ob Digitalisierung Jobkiller oder Heilsbringer ist.

Für das Handwerk sieht Helmut Priller die zunehmende Digitalisierung eher positiv. „Die Rolle des Monteurs wird sich ändern“, war eine seiner Aussagen, und „die Kunden erwarten vom Handwerker ein Internetangebot ähnlich wie sie es beispielsweise von Amazon kennen: Produktkonfiguration, Preisübersicht, Terminfestlegung usw. alles am häuslichen PC“. 

Hier setze die Arbeit des Zentrums Digitalisierung Bayern (ZDB) an, so Dr. Wittges. Bei einer durchschnittlichen Betriebsgröße im Handwerk von sechs Personen sei es nicht leicht, „Digitalkompetenz“ aufzubauen. Das ZDB versuche daher eine Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft aufzubauen.

Welche Folgen der rasanten Wirtschaftstransformation ergeben sich für die Gesellschaft? Danach fragt die Soziologie, so Stefan Sauer. „Was geschieht mit denen, die abgehängt werden, die den Anforderungen der digitalen Wirtschaft nicht entsprechen können?“ Er sieht in der Zunahme psychischer Erkrankungen einen Indikator für Überlastung und eine Reaktion auf die durch die Digitalisierung mögliche ständige Verfügbarkeit. Die Angst vor dem Arbeitsplatzverlust sei eine zusätzliche Belastung. Vor diesem Hintergrund forderte Mehltretter, über neue Formen der sozialen Absicherung nachzudenken. Brüche und Unsicherheiten in Erwerbsbiographien dürften nicht dafür sorgen, dass Einzelne zurückblieben. 

Ähnlich sah es Hans Sterr. Chancen für eine Humanisierung der Arbeit seien durch die Digitalisierung zwar gegeben, leider bedeute Digitalisierung heute vielerorts aber das Gegenteil von Fortschritt. Mit den neuen Jobs kehrten Frühformen kapitalistischer Ausbeutung zurück. Millionen Heimarbeiter ohne institutionalisierte soziale Absicherung konkurrieren weltweit um Miniaufträge von Unternehmen. Andere führen sie dann nur noch die Anweisungen der künstlichen Intelligenz aus – permanent überwacht, zurechtgewiesen und unter Druck gesetzt von Systemen mit Sensoren und Kameras. In der zunehmend „fluid“ werdenden Arbeitswelt fehlen noch Spielregeln für die Arbeitszeit. Die vorhandenen Flexibilisierungschancen müssen in das Bestimmungsrecht der Beschäftigten übergehen. Rechtliche Standards müssen gesichert und angepasst werden. Auch für Arbeit „jenseits der Festanstellung“ müssen Mindeststandards gelten. Wenn ein deutsches Unternehmen Aufträge an Crowdworker vergibt, muss deutsches beziehungsweise EU-Recht gelten, so Mehltretter.

Einig waren sich alle Referenten in der Bedeutung von Bildung und Qualifizierung. Medien und Digitalkompetenz müssten zum Bildungskanon hinzukommen, machte Mehltretter deutlich. „Lebenslange Bildung“ werde notwendig sein und müsse auch im Arbeitsleben ermöglicht werden, sonst werde ein Teil der Bevölkerung von der Entwicklung vollständig abgehängt.

Die Veranstaltung fand im Rahmen der „Woche der Zukunft“ statt, in der der Bundestagskandidat Andreas Mehltretter mit vielen spanenden Referenten die Themen diskutiert, die unsere Zukunft bestimmen werden. Neben der Digitalisierung stehen unter anderem auch der Fachkräftemangel und Innovation auf dem Programm. Bei der öffentlichen Abschlussveranstaltung am 4. August, dann mit der Juso-Bundesvorsitzenden Johanna Ueckermann, werden die Ergebnisse der Diskussionsrunden und Unternehmensbesuche vorgestellt.

 

08.07.2017 in Veranstaltungen von SPD Kreisverband Freising

Kommunen stärken – für mehr Investitionen in unsere Zukunft!

 
Wolowicz in Neufahrn

Deutschland investiert seit Jahren zu wenig in seine öffentlichen Gebäude, in Schulen, Kindergärten und Universitäten, und die Verkehrsinfrastruktur. Ein großer Teil dieser Investitionslücke entsteht bei den Kommunen, die vielerorts zu wenig Geld haben, um die eigentlich notwendigen Ausgaben zu leisten.
Welche Aufgaben der Kommunen bleiben wegen der schlechten finanziellen Situation auf der Strecke? Was wird das langfristig für unser Land bedeuten? Und was kann die Politik ändern, um diese Situation zu verbessern? Der SPD-Bundestagskandidat Andreas Mehltretter diskutiert diese Fragen mit Dr. Ernst Wolowicz, berufsmäßiger Stadtrat in München. Durch seine Tätigkeit bei der Stadt München und seine finanzpolitische Expertise kennt er die Lage der Kommunen bestens und weiß, wie eine kluge kommunale Investitionspolitik aussieht.
Die Diskussion findet am Donnerstag, den 13. Juli, um 19.30 Uhr im Gasthof Maisberger in Neufahrn statt.

 

30.06.2017 in Veranstaltungen

SPD Frühshoppen „Bezahlbares Wohnen „Wohnen miteinand“ oder „Betreutes Wohnen“

 
Bilder v.l.n.r. Peter Warlimont, Margot Stöckl, Konrad Friedrich und Max Kreilinger

Rund um das Thema Wohnen ging es beim Frühshoppen der SPD am Sonntagmorgen. Der Ortsvorsitzende Max Kreilinger begrüsste die Anwesenden und entschuldigte den Bundestagskandidaten Andreas Mehltretter , der auf dem Parteitag der SPD in Dortmund weilte. Aber mit Peter Warlimont, dem SPD -Kreisvorsitzenden, mit Margot Stöckl der ambitionierten Initiatorin von „Wohnen Miteinand“ und den Gemeinderatsmitgliedern Konrad Friedrich und Stefan Kronner hatte man Experten vor Ort, die über Projekte und Ideen zum Wohnen referierten. Bezahlbarer Wohnraum, so Max Kreilinger, wird ein immer dringlicheres Problem in und um München. Der Zuzug nimmt zu , die Mieten steigen, wichtige Arbeitnehmer, wie Polizisten, Krankenschwestern, Erzieherinnen, Altenpfleger,und viele andere, aber auch Familien und Alte, können sich das Wohnen in der Landeshauptstadt nicht mehr leisten. Sie ziehen ins Umland, aber auch da steigen die Mieten und das Umland von München wird teuer und teurer, der Einzugsbereich der Stadt wuchert vor sich hin, das Verkehrsaufkommen steigt bis irgendwann Stadt und Umland kollabieren. Um dem Entgegen zu steuern heißt es für Stadt und die Gemeinden möglichst schnell in den sozialen Wohnungsbau zu investieren und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, Wohnungsbaugenossenschaften zu fördern. In Freising, so Peter Warlimont gehört der Wohnungsbau noch nicht zu den vorrangigen Themen, ist aber dank der SPD schon eine kleine Hausnummer, denn auch in Freising suchen Studenten, Rentner und Familien oft verzweifelt günstigen Wohnraum. Diese Wohnungsnot erschwerrt z.B. auch die Arbeit der Frauenhäuser, wie das in Freising. Viele in die Frauenhäuser geflohenen Frauen kehren, da sie keine Wohnungen finden wieder zu ihren Lebenspartner in die häusliche Gewalt zurück, weil sie keine andere Lösungen sehen. Auch Arbeitgeber sind alamiert und vorallen große Unternehmen oder Gemeinden werden im Wohnungsbau tätig. Auch in Hallbergmoos ist Wohnraum dringend von Nöten. Stefan Kronner und Konrad Friedrich stellten dabei Zahlen und Vorhaben aus der Gemeinde zu diesem Thema vor. So will die Gemeinde an der Predazzoallee in Eigenregie Wohnungen errichten und je nach m²-Zahl sollen 40-80 Sozialwohnungen entstehen. Auch das Projekt „Betreutes Wohnen“ im Jägerfeld nimmt Gestalt an. Hier sollen sich ältere Mitbürger in barrierefreien und altersgerechtenWohnungen einmieten können, wobei je nach Bedarf auch noch zusätzliche Angebote wie Physio-Therapie, Pflegeleistungen, Fahrten mit ein Leih-Auto oder ähnliches je nach Bedarf dazu gebucht werden können. Das Projekt im Jägerfeld soll kein neues Pflegezentrum werden. Einen etwas anderen Weg des Wohnens will Margot Stöckl mit ihrem Wohnprojekt „Miteinand“ WG für Senioren ab 60 einschlagen. Nachdem sie, wie auch ihre Mutter in einem Mehrgenerationen Haushalt groß geworden ist und mitbekommen hat dass mit zunehmendem Alter ein großes Haus mit Garten zur Last werden kann, schlägt sie folgende Lösung vor: Das Haus frei machen für die Jungen – die keinen Wohnraum finden und für die „Alten“ ein Apartment im „Miteinand“ mieten . Im Miteinand wohnen auch andere: Alleinstehende, Alleinerziehende, Familien, andere Nationen, einfach alles, was zu einem toleranten Miteinander gehört – und sie unterstützen sich gegenseitig. Margot Stöckls Idee ist es Menschen mit sozialem Engagement zusammen zu bringen, sie bezahlen nicht nur mit Euros, sondern mit Hilfe! Es ist das Modell der alten 3-Generationenfamilie, übertragen auf das emotionsfreiere 3-Generationenmiteinander. Konkret, so die engagierte Leiterin des Seminarhauses am Bach, sehen ihre Pläne bisher wie folgt aus: Zwischen Schönstraße und Bach wird auf einer Grundfläche von 11.000 qm ein 3-teiliger Wohnkomplex für ca. 75 Personen entstehen. Ein Allgemeintrakt im Norden mit angrenzendem Haus für Pflegerin/ Hausmeister, nach Süden von 2 Anbauten im Osten und im Westen verlängert und in der Mitte einen geschützten Innengarten in 3-Ecksform. Die Senioren wohnen ebenerdig, übrige Bewohner verteilen sich im 1. Stock. Der Garten um die Wohntrakte wird zur Begegnungsstätte mit Holzhaus und Biergarten, evtl. Backhäuschen, Hochbeeten und Gewächshäusern, Ruhezonen,Sandkasten, Haustieren, „Bushäuschen“ als Treffpunkt (Demenzerkrankte suchen oft diesen Platz) und vielen schönen Dingen, die die Bewohner selbst errichten werden. Die Alten haben Zeit und Erfahrung, die Jungen die Kraft – zusammen schaffen sie sich ihr Zuhause und zwar miteinander! Es ist so Margot Stöckl eine „Win-Win-Situation“ für alle. „ Die Alten“ sind nicht mehr isoliert, helfen den Jungen mit Rat und Tat oder mit so einfachen Dingen wie Babysitten, die Jungen haben helfende Hände, wenn sie zu spät von der Arbeit kommen etc. . Margot Stöckl hat sich viele Gedanken zu dem Thema gemacht, dass ihr eine Herzensangelegenheit ist und sich schon über viele ähnliche Projekte informiert. Zum Beispiel funktioniert im schwäbischen Riedlingen ein gemeinsames Wohnen und Leben seit 25 Jahren ( Infos:www.seniorengenossenschaft-riedlingen.de ).
Das Fazit dieses Frühschoppens, so der SPD Ortsvorsitzende Max Kreilinger lautete es muss viel getan werden, gut das die Gemeinde als Investor auftritt und selbst als Bauherr agieren wird,. Schön wäre es wenn es noch mehr Menschen wie Margot Stöckl gäbe, die uneigennützig an ihre Vision für ein besseres Mitaneinder glauben und sich solche Projekte wie das “ Miteinand“ realisieren wollen.
 

 

19.06.2017 in Veranstaltungen

Politischer Frühschoppen

 

    

Einladung

zum

Politischen Frühschoppen

 

Sonntag, 25. Juni 2017, 10:00 Uhr

beim Alten Wirt in Goldach

 

 

Bezahlbares Wohnen 

Wohnen im Alter

 

Kann sich ein Normalverdiener das Wohnen in Hallbergmoos noch leisten?

Gibt es Wohnkonzepte für die „Alten“?

 

diskutieren Sie mit

 

Peter Warlimont

(SPD-Stadtrat in Freising, Mitglied des Kreistages)

Bezahlbares Wohnen in Freising Stadt und Land

Margot Stöckl

(Seminarhaus am Bach, Goldach)

Privates Modell: Leben im Miteinand – Wohngemeinschaft ab 60

 

und den

SPD-Gemeinderäten

 

Karl-Heinz Bergmeier

Konrad Friedrich

Stefan Kronner

 

Moderation

Max Kreilinger

 

V.i.S.d.P: Max Kreilinger, Zenger Str. 3 85399 Hallbergmoos

 

02.05.2017 in Veranstaltungen

Erste Hallbergmooser Motorradweihe ein voller Erfolg

 
Motorradweihe

Damit hatte Organisator und stellvertretender Ortsvorsitzender der SPD Hallbergmoos Oliver Jürgenhake wohl nicht gerechnet. Fast 60 Motorräder, ein paar Fahrräder und ca. 100 Besucher waren zur ersten Motorradweihe an den Parkplatz neben der St.Theresia Kirche gekommen. Gemeinsam mit Pastoralreferentin Angelika Brunnbauer hatte Oliver Jürgenhake sich an die Planung dieses Events gemacht und es war ein voller Erfolg.
Angelika Brunnbauer nahm diesen Termin mit viel Humor und guter Laune wahr und hatte sogar die 10 Gebote für Motorradfahrer im Gepäck. Diese erwiesen sich als sehr sinnvoll, wurden aber auch augenzwinkernd vorgetragen:
So gilt es das Motorrad nicht als Ersatzgott zu betrachten, mit der Maschine nicht herum zu prahlen, Pausen ein zu legen, sich nicht durch den tollen Sound der Maschine zu risikoreichen Fahrten verführen zu lassen, die Rechte anderer Verkehrsteilnehmer zu wahren oder nie schneller zu fahren als dein Schutzengel fliegen kann. Neben einer Lesung eines speziellen Bikerpsalms fungierte die Pastoralreferentin auch als Quizmasterin, denn auf die Frage wie denn die erste Motorradmarke hieß, kannte sie mit „Triumpf“ die richtige Antwort. Denn in der Bibel steht schon geschrieben „Jesus sei mit Triumpf gen Himmel gefahren“.
Für die SPD und die katholische Kirche war es ein erfolgreicher Sonntagmorgen, denn mit dieser speziellen Veranstaltung hatte man ein ganz anderes Klientel als sonst ansprechen  und zeigen können, mia san für alle
do.“
Im Anschluss an die Veranstaltung fuhr Oliver Jürgenhake noch mit einem Teil der Biker zum Volsfest, während der Ortsvorsitzende Max Kreilinger mit einigen unermüdlichen "Moppedisti"r noch eine einstündige Tour an der Amper entlang machte, ehe man dann auch auf der „Hallbergmooser Wiesn“ einkehrte.

 

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